Spradow nimmt nächste Hürde

Handball-Verbandsliga: CVJM Rödinghausen 2018 noch ungeschlagen

Von Klaus Münstermann

B ü n d e / R ö d i n g h a u s e n (WB). Dank der Siege der HSG Spradow und vor allem des CVJM Rödinghausen ist das Aufstiegsrennen in der Handball-Verbandsliga spannender denn je. Sechs Mannschaften trennen nicht mehr als zwei Zähler vom SuS Oberaden auf Rang zwei, dem ersten Aufstiegsplatz hinter Spitzenreiter LiT Tribe Germania II.

Unter diesem halben Dutzend sind Rödinghausen mit 16:12- Punkten als Sechster und unmittelbar dahinter Spradow (15:13). Oberaden hat eine 17:11-Bilanz. Deshalb war es auch nicht als Binsenweisheit zu verstehen, als Spradows Trainer Markus Hochhaus nach dem 28:24-Erfolg am Samstag mal wieder betonte: »In der Liga kann in dieser Saison Jeder Jeden schlagen. Das Ergebnis täuscht etwas. Hüllhorst war ein starker Gegner.«

NUR SECHS SPIELER TRAINIEREN

Spradow lag mehr als 40 Minuten zurück und tat sich schwer gegen das Schlusslicht. Hatte allerdings auch in der Woche mit personellen Problemen zu kämpfen. Dennis Borcherding, Julian Hülskötter und Daniel Danowsky (eingeklemmter Nerv im Rücken) konnten verletzungsbedingt nicht trainieren. Zur Einheit am Donnerstag standen Hochhaus nur sechs Spieler zur Verfügung. »Da machste ein bisschen Bewegungstherapie für Sören im Tor. Mehr nicht«, sagte Hochhaus.

VIDEOEINSTELLUNG REICHT AUS

Deshalb bat Spradows Coach am Samstag früher als sonst vor einem Heimspiel zum Treffpunkt, um seine Schützlinge ausführlicher per Video auf die gegnerische Abwehr einzustellen. »Und dass sie es anschließend so umsetzen, zeigt mir, dass die Truppe intakt ist«, sagte Hochhaus, der davon sprach, nun beruhigt am Samstag (Anwurf 19.15 Uhr) nach Bergkamen fahren zu können. Die dortige TuRa ist mit Spradow punktgleich und liegt auf Tabellenrang acht.

HALSTENBERG LOBT HALSTENBERG

Dass das Pendel gegen Hüllhorst ausschlug war auch Spradows Keeper Sören Halstenberg zu verdanken, der drei Siebenmeter parierte. »Mich hat seine starke Leistung nicht überrascht. Er ist hier ein absoluter Leistungsträger «, sagte Hüllhorsts Trainer Lars Halstenberg über seinen Bruder. Zudem sei man mit Helge Frederkings Einlaufen von rechts in die Mitte nicht zurecht gekommen. Lars Halstenberg ärgerte sich über die letzten Minuten: »Wir spielen lange erfolgreich, um das Spiel am Ende doch aus der Hand zu geben und knapp zu verlieren. Aber die Tabelle lügt nicht. Wir sind Letzter.«

Spradows Helge Frederking erzielte zwar nur zwei Tore beim 28:24- Sieg gegen Hüllhorst, stellte die gegnerische Abwehr mit seinen Einlaufaktionen von rechts in die Mitte aber immer wieder vor erhebliche Probleme. Foto: Klaus Münstermann

Schreibe einen Kommentar