Warendorf bleibt Stolperstein für Spradow
Handball-Verbandsliga: HSG verliert auswärts 34:31 (16:15)
Bünde. Die Siegesserie ist gerissen. Die Warendorfer SU liegt der HSG Spradow einfach nicht. Nach der Last-Minute Niederlage im November in der Siegfried-Moning-Halle, kehrte das Boy-Team auch gestern Abend mit leeren Händen aus dem Münsterland zurück. Die 34:31-Niederlage beim Kellerkind war dabei durchaus verdient, zeigte Spradow doch die schlechteste Leistung der letzten Monate und verpasste so den achten Sieg in Folge.
„Wir verlieren hier nicht unverdient, konnten unser Spiel zu selten durchbringen und nicht an die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen“, fasste HSG-Coach Michael Boy die Auswärtspartie zusammen.
Mutmaßlich war man auf Seiten der Spradower auch mit der Auslegung der Unparteiischen nicht einverstanden, wollte sich dazu allerdings nicht weiter äußern. Für die HSG begann das Spiel mit schlechten Vorzeichen. Joel Steinböhmer meldete sich kurzfristig krankheitsbedingt ab, die angeschlagenen Maurice Schirge und Jonathan Niermann mussten schnell viel Spielzeit übernehmen, weil Justin Penner bereits in der Anfangsphase disqualifiziert wurde – eine Entscheidung, die auch zum Unmut der Spradower Anhänger über die Schiedsrichterleistung beigetragen haben dürfte.
Die Gastgeber warfen alles rein in diese richtungsweisende Partie, waren sie am Samstag nach dem Sieg der HSG Hüllhorst, doch sogar auf den letzten Tabellenplatz gerutscht. Nach 13 Minuten gelang Joshua Kutschmann das 10:5 für Warendorf. Spradow blieb dran, verkürzte durch eine verbesserte Abwehr und einen 3:0-Lauf in den 5 Minuten vor der Halbzeit (2x Drosdow, 1x Illi) auf 16:15.
Es blieb ein hektisches, teilweise unkontrolliertes Spiel mit vielen Abspielfehlern auf beiden Seiten, welches von der Spannung lebte. Zwischen der 40. und 51. Minute wankte das Momentum immer wieder hin und her und kein Team konnte sich auf mehr als ein Tor Vorsprung absetzen. Im 5 vs. 5 gelang den Gastgebern dann wieder die vorentscheidende 3-Tore-Führung 8 Minuten vor dem Ende. Spradow kämpfte bis zum Ende, schaffte allerdings nie mehr den Anschlusstreffer.
Die Boy-Boys liegen damit auf dem 8 Tabellenplatz im Mittelfeld der Tabelle und verpassen den Sprung auf Rang 5. Diesen belegt der VfL Herford, der am kommenden Samstag seine Visitenkarte in der Siegfried-Moning-Halle zum nächsten HSG-Heimspiel abgibt. Anwurf ist um 18h.
HSG Spradow: Segadlo (1-25.), Finke (ab 25.); Schäpe, Niermann (8), Illi (2), Schirge (1), Dmitrij Penner (2), Justin Penner, Hellmann (5), Iffland (7), Drosdow (3), Hasse (2), Rodenberg (1).

