HSG Spradow gewinnt auch in Rödinghausen

Handball-Verbandsliga: Nach dem bitteren 20:34 im Hinspiel revanchiert sich das Team von Trainer Michael Boy beim CVJM Rödinghausen II mit einem 34:30-Erfolg. Torhüter stechen heraus.

Rödinghausen. Das Hinspiel hatten beide Teams noch gut im Hinterkopf. Damals erlebte die HSG Spradow beim 20:34 gegen den CVJM Rödinghausen II – begleitet von einem Stromausfall – einen kollektiven Blackout. Im Rückspiel vor voller Kulisse in Rödinghausen zeigte sich nun ein ganz anderes Bild: Diesmal strahlte Spradow deutlich mehr Energie aus und entführte mit dem 34:30 (18:17) verdient die Punkte.

Die Gäste begannen konzentriert, spielten zielstrebig nach vorne und setzten sich früh leicht ab. Beim 12:15 reagierte Rödinghausen mit der ersten Auszeit, um den Rhythmus der Spradower zu stören. Doch auch danach blieb die HSG die spielbestimmende Mannschaft und behauptete ihren Vorsprung über 14:17 (26.).

Kurz vor der Pause kam der CVJM noch einmal zurück. 20 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff stand es plötzlich 17:17, worauf Spradows Trainer Michael Boy sofort zur Auszeit griff. Kapitän Frederick Iffland nutzte den letzten Angriff konsequent und sorgte für die wichtige 18:17-Führung zur Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel blieb das „kleine Derby“ spannend und umkämpft. Eine Zeitstrafe gegen Rödinghausens Louis Kelle sowie eine längere Unterbrechung am Kampfrichtertisch brachten kurzzeitig Unruhe, doch die HSG Spradow ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Über 21:23 (39.) und 23:25 (44.) hielten die Gäste die knappe Führung stabil.

Als Spradow beim 26:30 in der 53. Minute erstmals deutlicher davonzog, nahm Rödinghausen noch einmal eine Auszeit. Wenig später folgte auch die letzte Unterbrechung von Boy, der in der Schlussphase mit Tobias Finke den zweiten Torhüter brachte. Finke zahlte das Vertrauen zurück: Mit einer wichtigen Parade in den finalen Sekunden verhinderte er, dass Rödinghausen trotz offensiver Deckung noch einmal entscheidend herankam.

HSG-Trainer Michael Boy sprach nach dem Spiel von schwierigen Voraussetzungen, zeigte sich aber zufrieden: „Uns fehlte Justin Penner, Maurice Schirge war nur bedingt einsatzbereit, dafür ist Christopher Kunisch heute eingesprungen. Alle wollten es besser machen – wir hatten vom Hinspiel noch eine Rechnung offen. Wir haben gezeigt, dass wir dieses Spiel gewinnen können.“ Besonders die Torhüterleistung hob Boy erneut hervor: „Peter Segadlo hat das wieder sehr gut gemacht, das war ein Schlüssel. Außerdem nehmen wir die zwei Punkte für die Tabelle gerne mit.“

Auf Rödinghauser Seite erklärte Trainer Christian Brockschmidt den Fehlstart zum Knackpunkt: „Wir machen am Anfang viele Fehler und haben zu viele Fehlwürfe. Das Hinspiel war von uns deutlich besser.“ Verzichten musste der CVJM auf Torhüter Lasse Heidenreich und Rückraumspieler Bastian Stender.

Für Spradow war es nach dem Derbysieg gegen Bünde-Dünne der nächste Erfolg mit Prestige. Rödinghausen hingegen blieb trotz kämpferischer Leistung nach zuletzt drei Siegen in Serie diesmal ohne Punkte.

HSG Spradow: Segadlo (1-54.), Finke (ab 55.), Rodenberg (4), Steinböhmer, Schäp, Niermann (6), Illi, Schirge (3), Drosdow (3), Hellmann (4), Kunisch (6), Iffland (7).

Am Kreis oftmals nicht aufzuhalten: Frederik Iffland steuerte 7 Tore zum Sieg seiner HSG in Rödinghausen bei. Foto: Melvin Hülshorst / HSG Spradow
Jubel pur: Chefcoach Michael Boy und seine Team hatten Freude beim Sieg im kleinen Derby. Foto: Melvin Hülshorst / HSG Spradow
Ein gutes Gespann bildeten Peter Segadlo (l.) und Tobias Finke im Tor der HSG Spradow beim Sieg in Rödinghausen. Foto: Melvin Hülshorst / HSG Spradow
Jonathan Niermann (beim Wurf) war immer wieder aus der zweiten Reihe für seine HSG Spradow erfolgreich. Foto: Melvin Hülshorst / HSG Spradow

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