Trainerwort

Hallo liebe Spradower,

nach zwei kurzen „Aushilfen“ bin ich nach 5 Jahren doch wieder an der Seitenlinie hier in Spradow gelandet.

Allerdings hätte ich mir eine Rückkehr unter anderen Vorzeichen gewünscht, die aktuelle Situation stellt uns alle, Aktive als auch Verantwortliche, nicht nur in sportlicher sondern auch in organisatorischer Hinsicht vor besondere Herausforderungen.

So liegt der Focus in der Vorbereitung leider nicht nur auf der Weiterentwicklung und dem Integrieren der Neuzugänge, sondern es sind viele Dinge zu meistern, die eine „normale“ Vorbereitung nicht zugelassen hat und uns sicherlich auch noch bis in die Saison begleiten wird.

Die Verschiebung des Saisonstarts in den Oktober im Zusammenhang mit dem frühen Abbruch der zurückliegenden Saison Anfang März bedeutet eine noch nie dagewesene „handballfreie“ Zeit von fast 8 Monaten. Allein diese Tatsache stellte schon eine besondere Herausforderung an die Saisonvorbereitung im Hinblick auf Trainingssteuerung und -belastung dar.

Aber genug „gejammert“! Im ersten Schritt galt es am Kader der Mannschaft zu arbeiten, da man den Abgang von gleich vier erfahrenen Stammspielern kompensieren musste. Ich denke, dass uns dies auch recht gut gelungen ist!

Im Tor konnten wir als Ersatz für Sören Halstenberg mit Philipp Tiemann einen Oberliga-erfahrenen Spieler aus Bissendorf und mit Franz Holznagel und Kacha Chardunelli zwei Spieler aus der Lemgoer Bundesliga-A-Jgd. mit enormen Entwicklungspotenzial zu uns holen. Aber auch einige Spieler, die in den zurückliegenden Saisons keine tragenden Rollen gespielt haben, rücken jetzt mehr in den Focus, können und müssen sich beweisen. Hier muss man auch einmal erwähnen, dass mit allen Problemen und sozialen Einschränkungen, die uns die Corona-Pandemie gebracht hat, die Zeit auch positiv genutzt werden konnte. So sind bei uns ein, zwei Spieler fitter als je zuvor zum Trainingsauftakt Anfang Juni erschienen. Hier liegt auch ganz klar ein Focus meiner Trainingsarbeit. Wir haben speziell in der ersten Phase massiv an der körperlichen Fitness gearbeitet, da das Spradower Spiel in Richtung Tempospiel deutlich „Luft nach oben“ hat.

Hieran aber auch an weiteren Optionen in der Deckung sowie im variablen Angriffsspiel haben wir in den letzten Wochen gearbeitet. Die bisherigen Testspiele haben gezeigt, dass hier noch viel Arbeit vor uns liegt!

Gute Ansätze sind im Training und in den Spielen zu erkennen, die noch fehlende Konstanz ist sicherlich auch der Unerfahrenheit geschuldet. Daher wird dieser Entwicklungs- und Reifeprozess auch in der Saison weitergehen.

Genau dies macht es auch schwierig eine Prognose für die Saison abzugeben.

Mit den unverhältnismäßig vielen Aufsteigern und der Zerstückelung in drei Ligen mit nur 11 Mannschaften hängt vieles von unserem Saisonstart ab. Können wir erfolgreich in die Saison starten und speziell unsere jungen Spieler so Selbstvertrauen tanken, können wir sicher positiv überraschen. Aber bei nur 11 Mannschaften kann man mit 1-2 Niederlagen auch sehr schnell in die unteren

Tabellenregionen rutschen.

Und da seid Ihr, liebe Fans gefordert! Meine junge Mannschaft braucht Eure Geduld, Euphorie und bedingungslose Unterstützung um eine erfolgreiche Saison zu spielen!

Wir zählen auf Euch!

Bleibt alle gesund und bis bald in der Halle!

Euer Malte

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